Torges Reisetagebuch
Kapitel 5
Wieder zurück in Wandsbek 💜

Veröffentlicht von Torge Krämer
Zurück in vertrauten Straßen und doch mit neuen Augen: In Hamburg-Wandsbek trifft Apoanimo auf Vielfalt, offene Begegnungen und leise Impulse. Zwischen Erinnerungen, ehrlichem Feedback und kleinen Momenten zeigt sich: Auch kurze Kontakte können viel bewegen, wenn man genau hinhört. 💜
Willkommen bei Apoanimo on Tour! 🚗
Moin Ihr lieben Apotheken-Menschen,
nun geht es durch Hamburg. Verrückt, wieder hier zu sein.
Wandsbek: das war für ein paar Jahre meine Hood. Ich habe hier gewohnt, war viel unterwegs, kannte die Ecken, die Wege, die kleinen Parks. In letzter Zeit war ich eher selten in der Gegend, aber genau deshalb war es jetzt so schön, mal wieder vorbeizuschauen.
Inzwischen lebe ich ein gutes Stück ruhiger. Mehr Natur, mehr Vogelgezwitscher, weniger Tempo. Aber ich mag beides. Die Stadt hat etwas, das mir immer wieder Kraft gibt: dieses lebendige Zusammenkommen unterschiedlichster Menschen und Hintergründe.
Andere Sprachen auf dem Gehweg, unterschiedliche Gerüche aus allen Himmelsrichtungen, Menschen mit verschiedensten Geschichten, die sich hier einfach begegnen. Das finde ich richtig stark. Vielfalt nicht nur als Schlagwort, sondern als Realität. Und genau das ist auch ein Teil von Apoanimo. Bewusst hinschauen, zusammenkommen und gemeinsam wachsen.
Ein entspannter Start 😊
Die erste Station in Wandsbek war eine kleine, lebendige Apotheke. Es war gut was los. Keine Zeit für lange Gespräche, aber ein guter Moment, um mein Anliegen kurz vorzustellen. Tüte dagelassen, ein paar erklärende Sätze gesagt, fertig. Die Kollegin war freundlich, ein bisschen überrascht vielleicht, aber hörte interessiert zu. Und das reicht mir aktuell völlig.
Ich weiß ja, dass Apoanimo nicht auf den ersten Blick zu greifen ist. Kein klassisches Projekt, keine einfache Kategorie. Ich bringe keine Produkte mit, keine Verträge. Nur eine langfristige Idee. Und die braucht wohl noch ein bisschen, bis sie verständlicher wird.
Unterwegs in Hamburg-Wandsbek. Wer erkennt den Park?
Kurzbesuche mit kleinen Impulsen 💬
Eine Apotheke hatte bereits dauerhaft geschlossen, andere konnten sich meine Idee zumindest anhören. Mal mit mehr, mal mit weniger Gespräch. In einer Apotheke wurde die Apoanimo-Tüte direkt gemeinsam angeschaut. An einer anderen Station kam die Rückmeldung, dass ich mein Projekt vielleicht etwas konkreter machen sollte, gerade weil es auf den ersten Blick etwas groß oder abstrakt wirken kann. Das nehme ich mit. Solche Hinweise sind wertvoll.
Ein paar Mal war es auch einfach schnell und höflich. Tüte angenommen und freundlich verabschiedet. Und manchmal war der spannendste Moment gar nicht das Gespräch, sondern das, was zwischen den Zeilen mitschwang: ein Nicken, ein kleiner Blick, ein kurzes Zögern und doch die Offenheit, sich etwas Unbekanntem zu widmen.
Eine Apotheke, viele Sprachen – und das, was zählt 🌍
Ein Moment hat mich besonders berührt: In einer Apotheke wurde parallel in mehreren Sprachen beraten. Selbstverständlich, ruhig, ohne große Schwierigkeiten. Und genau das hat mich beeindruckt.
In Städten wie Hamburg zeigt sich, wie kraftvoll Vielfalt sein kann. Wie Menschen aus unterschiedlichsten Hintergründen zusammenkommen und gemeinsam dafür sorgen, dass Versorgung funktioniert. Menschlich, nah, professionell.
Herkunft spielt keine Rolle, wenn es um das Helfen geht. Was zählt, ist, da zu sein. Und genau das spürt man in Euren Apotheken.
Ein psychologischer Gedanke zwischendurch 🧠
Solche Situationen machen für mich sichtbar, was oft unsichtbar bleibt:
Engagement. Haltung. Miteinander.
Es sind kleine Gesten, die zeigen, wie viel möglich wird, wenn Menschen sich gegenseitig unterstützen, egal, woher sie kommen oder wie lange sie sich kennen.
Und trotzdem beobachte ich auch immer wieder etwas, das mich zum Nachdenken bringt: den sogenannten Bystander-Effekt.
Er beschreibt ein Phänomen, bei dem Menschen eine Notwendigkeit zur Hilfe sehen, aber nichts tun, weil sie denken, jemand anderes wird sich schon kümmern.
Das ist nichts Böses. Es ist menschlich. Wenn viele zusehen, schiebt man unbewusst Verantwortung weiter. Klassiker: der Kinderwagen an der Treppe, an dem erstmal einige Menschen vorbeigehen, bis irgendwann jemand mit anpackt.
Ich glaube, genau das passiert auch ein Stück weit in unserer Gesellschaft. Alle sehen, wie herausfordernd die Situation für viele Apotheken geworden ist. Aber viele hoffen, dass sich schon „jemand anderes“ kümmert.
Apoanimo ist mein Beitrag, um nicht wegzusehen. Und vielleicht darf dieses Projekt auch für andere ein kleiner Impuls sein, sich einzubringen. Nicht unbedingt im großen Stil. Aber mit einem Gedanken. Einem Gespräch. Einer Idee. Wenn wir alle ein bisschen Verantwortung mittragen, entsteht daraus eine echte Bewegung.
Der Sommer kann kommen, oder? ☀️
Kommen wir zu einem sehr grundlegenden Teil meiner Touren: dem Auto. Mein kleiner schwarzer Golf hat leider keine funktionierende Klimaanlage mehr. War lange kein Problem, da ich selten lang unterwegs war. Aber jetzt, bei 20 Grad und Sonne, mit Schokolade im Kofferraum, wurde es kritisch.
Ich habe die Tour vorzeitig beendet, weil ich Sorge hatte, dass der süße Inhalt dahinfließt. Jetzt heißt es: Reparatur prüfen oder für den Sommer doch ein Mietwagen? Vielleicht ist es auch Zeit für ein neues Auto-Kapitel. Ich weiß es noch nicht. Aber was ich weiß: Wenn es draußen heiß wird, wird es mit meinem „Golfi“ schwierig.
Fast schon zu schönes Wetter für meine Touren mit “Golfi”. ☀️ 🚗
Fazit: Wandsbek war ein gutes Gefühl 💜
Diese erste Tour in Wandsbek war kein lauter Knall, keine spektakuläre Wendung. Aber es war echt. Und genau deshalb wichtig. Ich habe Menschen getroffen, die zugehört haben. Ich war an Orten, die mir vertraut sind. Ich habe mich erinnert, gelernt, gefühlt und bin wieder ein Stück gewachsen.
Die Reise durch Hamburg hat gerade erst begonnen. Und ich bin gespannt, was noch kommt. 😊
🎶 Mein Song der Woche
Neben meiner Leidenschaft für Apotheken begleitet mich die Musik schon lange. Ich bin überzeugt, dass sie uns die Möglichkeit bietet, in andere Lebensrealitäten einzutauchen und neue Perspektiven zu gewinnen. Deshalb möchte ich Dir am Ende jedes Blogbeitrags einen Song vorstellen, der mich bewegt – sei es durch seinen Text, seine Geschichte oder einfach, weil er mich inspiriert.
Diese Woche: Love The People von Clueso 🎧
Clueso gehört zu den Künstler:innen, deren Musik mich schon viele Jahre begleitet. Früher noch mit stärkeren Hip-Hop-Einflüssen, heute mit einer ganz eigenen Mischung aus ehrlichen Texten, eingängigen Melodien und spürbarer Haltung.
Ich habe ihn über die Jahre unzählige Male live gesehen, ob auf kleinen Bühnen, auf Festivals oder auf den großen Tourneen.
Was mich immer wieder beeindruckt: diese Authentizität. Kein großes Showgehabe, sondern ein Mensch mit Haltung, Energie und dem Wunsch, mit seiner Musik etwas zu bewegen.
„Love The People“ steht für mich für genau das: eine Haltung.
Für eine Form von Miteinander, die nicht naiv, sondern bewusst ist.
Die hinschaut. Die sich nicht damit zufriedengibt, dass die Dinge halt so laufen, wie sie laufen.
Sondern die Veränderung mitgestalten will: aus Liebe zu den Menschen.
Und genau das spüre ich auch bei Apoanimo.
Es geht nicht um schnelle Lösungen oder große Parolen.
Sondern um kleine Impulse, ehrliche Begegnungen und ein langfristiges Ziel:
gemeinsam etwas Positives in Bewegung zu setzen.
So wie Clueso auf der Bühne seine Energie in die Menge gibt, versuche ich mit Apoanimo, einen kleinen Funken weiterzugeben, an Euch. Vielleicht berührt er Dich. Vielleicht bewegt er Dich. Vielleicht wird daraus etwas Neues.
📌 Wenn Du magst, kannst Du hier in den Song reinhören:
🎧 Warst Du schon auf einem Konzert von Clueso? Falls Du den Song gehört hast, lass mich wissen, was Du davon hältst! 💬 Welcher Song inspiriert Dich gerade? Teile ihn gerne in den Kommentaren 😊
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Euer Torge 💜
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